Filmprogramm

Über Glaubenskulturen – Filme und Diskussionen in Wilhelmsburg

Das Filmprogramm „Über Glaubenskulturen“ nahm das Nebeneinander vielfältiger religiöser Kulturen auf den Elbinseln zum Ausgangspunkt. Die Zusammenstellung der Filme und ihre Präsentation in Kirchen und religiösen Versammlungsorten trugen dazu bei, religiöse Kulturen in ihren Differenzen wie Gemeinsamkeiten erfahrbar und reflektierbar zu machen.

Gezeigt wurde eine Mischung aus Spielfilmen, Dokumentationsfilmen und künstlerischen Film- oder Videoarbeiten, in denen die Protagonist/innen mit der Frage nach ihren eigenen religiösen Wurzeln oder den Konsequenzen ihres übernommenen oder selbst gewählten Glaubens konfrontiert sind.

Die Filme wurden in den Kirchen St. Raphael, St. Maximilian Kolbe, St. Immanuel zu Hamburg Veddel und im ehemaligen “House of Glory” in den Veringhöfen Nord vorgeführt. Die Abende wurden moderiert, um Raum für Diskussion und Austausch anzubieten.

Das Filmprogramm fand in enger Zusammenarbeit mit der Projektpfarrstelle Wilhelmsburg und den jeweiligen Gemeindevorstehern statt und wurde gefördert durch die Evangelische Akademie der Nordelbischen Kirche.

Freier Eintritt. Einlass jeweils um 19.00 Uhr, Filmbeginn um 19:30 Uhr

Filme im September und Oktober

Übersicht:

Stellet Licht
Donnerstag, 24.09.09, 19:00 Uhr in der St. Maximilian Kolbe Kirche, Krieterstr. 9, 21109 Hamburg

Luise – eine deutsche Muslima
Donnerstag, 01.10.09, 19:00 Uhr in der Immanuelkirche zu Hamburg Veddel, Wilhelmsburger Str. 73 20539 Hamburg

Alles für meinen Vater
Donnerstag, 08.10.09, 19:00 Uhr in der St. Raphaelkirche, Wehrmannstr. 7, 21109 Hamburg

Kurzfilmprogramm – Rituale zwischen Ästhetik und Mystik
Donnerstag, 15.10.09, 19:00 Uhr in den Veringhöfen Nord, ehemals „House of Glory“, 21107 Hamburg

Dann war mein Leben nicht umsonst – Martin Luther King
Donnerstag, 22.10.09, 19:00 Uhr in der St. Maximilian Kolbe Kirche, Krieterstr. 9, 21109 Hamburg

Informationen zum Programm:

Stellet Licht

Carlos Reygadas, 2007

Still aus "Stellet Licht", http://www.peripherfilm.de/stelletlicht/index.html

Still aus "Stellet Licht", http://www.peripherfilm.de/stelletlicht/index.html

Stellet Licht erzählt die tragisch-poetische Liebesgeschichte eines Mennoniten im Norden Mexikos. Der mit Esther verheiratete Johan ist Bauer, hat 6 Kinder und lebt in einer Gemeinde, deren Alltag geprägt ist von harter Arbeit und Traditionsbewusstsein. Damit, dass er mit einer anderen Frau (Marianne) ein Verhältnis hat und zwei Frauen gleichzeitig liebt, begeht er eine unverzeihliche Sünde und stellt sich gegen seine Gemeinde und Gott. Heftige Gewissenqualen treiben Johann an den Rand seiner seelischen Belastbarkeit. Er spricht mit beiden Frauen offen über seine Gefühle, auch wenn es noch so verletzend für sie ist. Johan glaubt trotz allem daran, dass das Paradies auch auf Erden existieren kann.
Gast: Prof. Dr. Hans-Jürgen Benedict
Donnerstag, 24.09.09, 19:00 Uhr in der St. Maximilian Kolbe Kirche, Krieterstr. 9, 21109 Hamburg

Luise – eine deutsche Muslima

Beatrix Schwehm, 2008

Still aus "Luise - eine deutsche Mulsime", http://www.trifilm.de/filme_einzeln.php?filmtitel=luise

Still aus "Luise - eine deutsche Mulsime", http://www.trifilm.de/filme_einzeln.php?filmtitel=luise

Der Dokumentarfilm Luise – eine deutsche Muslima erzählt von einer deutschen Familie, deren Tochter Luise im Alter von 19 Jahren den islamischen Glauben annimmt. Im Alltag trägt sie Kopftuch und islamische Kleidung, die Moschee besucht sie regelmäßig. Mittlerweile ist die Tochter 25 Jahre, verheiratet mit dem algerischen Informatikstudent Mohamed und ist in ihrer selbst gewählten Welt glücklich. Sie hat eine dreijährige Tochter und erwartet ihr zweites Kind. Bis vor wenigen Wochen lebte das Paar gemeinsam im Haus mit Luises Eltern. Nach außen funktioniert die Familie solidarisch, nach innen hat sie wie in einer Parallelwelt mit alltäglichen Widersprüchen und Grenzsituationen zu tun. Luises Eltern suchen einen Weg, mit der fremden Kultur umzugehen, die in ihre Familie eingedrungen ist. Der Film ist ein persönlicher und zugleich ein politischer Film.
Gast: Dorothea Griessbach vom Interdisziplinären Zentrum Weltreligionen im Dialog (ZWiD) der Universität Hamburg
Donnerstag, 01.10.09, 19:00 Uhr in der Immanuelkirche zu Hamburg Veddel, Wilhelmsburger Str. 73, 20539 Hamburg

Alles für meinen Vater

Dror Zahavi, 2009

Still aus "Alles für meinen Vater", http://www.allesfuermeinenvater.de/

Still aus "Alles für meinen Vater", http://www.allesfuermeinenvater.de/

Um die verlorene Ehre seines Vaters zu retten, lässt sich der junge Palästinenser Tarek von Freunden einer Terrororganisation nach Israel fahren, um sich auf einem Markt in Tel Aviv in die Luft zu sprengen. Das Selbstmordattentat misslingt, weil der Zünder versagt und da Sabbat ist, muss Tarek warten. So lernt er den Elektrohändler Katz kennen, der um seinen in der Armee gestorbenen Sohn trauert, und die rebellische Keren. Bittersüßes Drama um einen palästinensischen Selbstmordattentäter, der den Tod sucht und das Leben findet.
Gast: Andreas Gloy und Schüler des KIWI Gymnasiums, Leistungskurs Religion
Donnerstag, 08.10.09, 19:00 Uhr in der St. Raphaelkirche, Wehrmannstr. 7, 21109 Hamburg

Kurzfilmprogramm – Rituale zwischen Ästhetik und Mystik

Donnerstag, 15.10.09, 19:00 Uhr in den Veringhöfen Nord, ehemals „House of Glory“, 21107 Hamburg

Dann war mein Leben nicht umsonst – Martin Luther King

Sydney Lumet, 1970

Dr. Martin Luther King

Dr. Martin Luther King

Martin Luther King, Pastor und Bürgerrechtler, steht im Amerika der 1950er Jahre und der Rassentrennung für Mut, Begeisterungsfähigkeit und gewaltlosen Widerstand gegen eine Regierung, die Schwarze aus dem öffentlichen Leben ausschließt. Der Dokumentarfilm zeigt anhand von Wochenschaumaterial und Kommentaren von Zeitgenossen die Etappen von Kings gewaltlosem Kampf für seinen Traum vom Ende des Hasses und sozialer Gerechtigkeit.
Gast: Pastor PD Dr. Jörg Hermann, Leiter der Evangelischen Akademie der Nordelbischen Kirche
Donnerstag, 22.10.09, 19:00 Uhr in der St. Maximilian Kolbe Kirche, Krieterstr. 9, 21109 Hamburg