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Kunst in der Stadt
IBA LABOR in Hamburg Wilhelmsburg, 11.11. – 12.11.2011
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Projektpräsentation
EMSCHERKUNST – Werkstatt einer Region im Wandel
Katja Aßmann (Essen)
FREITAG, 11.11.2011, 15 Uhr
Haus der Jugend Kirchdorf
Krieterstraße 11, 21109 Hamburg

Künstlergruppe Observatorium, „Warten auf den Fluss“, EMSCHERKUNST.2010, courtesy / copyright EMSCHERKUNST, Edda Gerusel
Die »EMSCHERKUNST.2010« entstand anlässlich der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 mit dem Anspruch, in der Tradition der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA), als »Werkstatt einer Region im Wandel« gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen zu unterstützen, zu kritisieren und zu diskutieren. Künstler/-innen schufen 20 temporäre und dauerhafte Räume der Begegnung und Kommunikation, die eine poetische Sicht auf eine heute oftmals noch als hässlich verkannte post-industrielle Stadtlandschaft zuließen.
Mitten im Herzen des Ruhrgebiets verläuft die Emscher – noch bis 2020 als oberirdisch geführtes Abwassersystem. Die Dimension der größten Baustelle Europas forderte die Künstler heraus, ikonografische Arbeiten zu hinterlassen wie Mosaiken am ehemaligen Faulturm, eine Wassermarke am Herner Meer oder eine frei schwingende Brückenskulptur über den Rhein-Herne-Kanal. Doch an vielen Stellen setzten die beteiligten Künstler auch auf kleinteilige Werke, die im Dialog mit Landschaftsarchitekten, Gartenbauern und Ökologen entwickelt wurden.
So entstand im Kulturhauptstadtjahr in Gelsenkirchen-Horst, einem Stück Niemandsland, das in einigen Jahren durch den naturnahen Umbau der Emscher verschwinden wird, eine Holzskulptur der Künstlergruppe Oberservatorium. Geert van de Camp, Andre Dekker und Ruud Reutelingsperger fanden mit ihrer Arbeit »Warten auf den Fluss« eine Möglichkeit, die poetische Schönheit dieses Ortes auch für andere sichtbar zu machen. Die aus recycelten Hafenbohlen gebaute Brücke, war ein Ort des Verweilens und lud zum Sitzen, Schlafen, Essen, Trinken und zur Diskussion ein. Allein durch die im Zick-Zack laufende Brücke wurde ein Un-Ort zum Park, ein undefinierter Restraum zum atmosphärisch aufgeladenen Ort.
Die Fortführung der Idee wird als »EMSCHERKUNST.2013« von den Projektträgern RUHR.2010, Regionalverband Ruhr (RVR) und Emschergenossenschaft (EG) geplant. Der Parcours soll von Gelsenkirchen bis Oberhausen verlaufen und auch die permanenten wie die angekauften temporären Arbeiten einbinden. Im Sinne der Kunst als »ständiger Begleiterin« der Emscher-Renaturierung, soll bis 2020 schließlich das gesamte Emschertal erfasst werden.
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Katja Aßmann lebt und arbeitet in Essen. Sie ist Geschäftsführerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW und als Projekt- und Programmleiterin für die Bereiche Bildende Kunst und Architektur bei der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 tätig. Sie studierte Architektur und Kunstgeschichte und kuratierte Ausstellungen zu den Themen Architektur, Design und Landschaftsarchitektur

