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Kunst in der Stadt

IBA LABOR in Hamburg Wilhelmsburg, 11.11. – 12.11.2011

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Projektpräsentation
Velada Santa Lucía en la Calle del Arte
Clemencia Labin (Hamburg)

Samstag, 12.11.2011, 15:45 Uhr
Bürgerhaus Wilhelmsburg
Mengestraße 20, 21107 Hamburg

Clemencia Labin, "Cuadro Vivo – Culto al Cuerpo", Performance, Casa Museo, Velada Santa Lucia 2011, courtesy/copyright Clemencia Labin, Carlos German Rojas

Wenn ich darüber nachdenke, was ich in den letzten Jahren als Künstler erreicht habe, dann gebe ich zu, ich bin besonders stolz auf das, was ich in Zusammenarbeit mit anderen geschaffen habe: meine soziale Skulptur Velada Santa Lucía. Auf den ersten Blick mag diese »lebende Arbeit« anders als meine übrigen Werke erscheinen. Die meisten sind dreidimensionale farbige Körper, gemacht aus Lycrastoff für Bikinis, gefüllt und gepolstert mit Watte, wie man sie bei meinen Pulpas sehen kann. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass die Velada viele Gemeinsamkeiten mit meinen übrigen Arbeiten hat. Sie entsteht, wie auch meine anderen Arbeiten, aus persönlicher Reflexion, die das Ergebnis meiner künstlerischen Eingabe ist. […]

Labor… Die Velada ist ein riesiges Labor, in dem für eine Woche die jungen Künstler dieses Landes mit erfahreneren nationalen und internationalen Künstlern zusammenleben, in bewohnten Häusern eines Stadtteils vom Austausch mit den Bewohnern der Gemeinde profitieren und mit der ständig steigenden Zahl der Teilnehmer gemeinsam kreativ arbeiten. […]

Sozialer Raum (Georg Simmel, 1906): ein Wohnzimmer, das in eine Galerie oder einen Ausstellungsraum verwandelt wird… Für mich ist das, was hier innerhalb einer Woche entsteht, das beste Beispiel für eine bildliche venezolanische Realität, in der Öffentliches und Privates zusammenfließen, Persönliches und Kollektives zusammenwirken und wo der Raum durch das, was darin passiert, definiert wird. Die Arbeiten, die dort geschaffen werden, sind so unterschiedlich wie die Kunst im Allgemeinen. […] Für mich war dies nur möglich in dem Ort, in dem ich geboren wurde. Wie meine Mutter zu sagen pflegte: »Kind, hier sind wir jemand«, und die Zeit hat ihr recht gegeben. […]

Für mich ist die Velada magisch, denn ich habe durch dieses Projekt nicht nur mein Land wiederentdeckt, sondern auch gelernt, direkt mit den Menschen zusammen zu arbeiten, anders als ich es bisher getan habe, isoliert in meinem Hamburger Atelier. […] An unserer letzten Velada im März 2011 haben mehr als 400 Künstler teilgenommen und gemeinsam in 40 Privathäusern, auf einem Platz, in einer Straße und in einer Kirche Kunst gezeigt.

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Clemencia Labin lebt und arbeitet als Künstlerin in Hamburg und Maracaibo, Venezuela. Sie studierte zunächst an der Columbia University, New York, U.S.A. und machte dort den BA of Arts (B.A.) und den Master in Business Administration (M.B.A.). Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland studierte sie freie Kunst an der HFBK Hamburg u. a. bei Sigmar Polke. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen national und international, u.a. auf der Biennale Venedig 2011