Aussicht auf Veränderungen
Kunst-Parcours quer durch Hamburg entlang der S-Bahn Linie 3

Hamburg hört an der Elbe auf – zumindest wenn es nach der Karte am S-Bahnhof Hamburg-Landungsbrücken geht. Sie erklärt den Besucher/innen vorm Hafenpanorama, was neben und hinter ihnen liegt, nicht aber das, was sie vor sich sehen. Die gegenüber-liegende Elbseite ist abgeschnitten, ganz so als gäbe es hinter den Hafenkränen und Containerstapeln keine Stadt mehr.

Die Blindheit für den Hamburger Süden hält sich in der Stadt, auch wenn die Politik dagegen steuert, seit der Hafen wieder zum Angelpunkt der Stadtentwicklung geworden ist. Nachdem die nördlichen Fluss- und Hafenränder von Altona im Westen bis zur Hafencity am südlichen Innenstadtrand teuer saniert und neu bebaut wurden, hat Hamburg zuletzt den „Sprung über die Elbe“ zum Motto und Programm seiner Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg gemacht.

Ist diese Stadtentwicklung Wunsch, Behauptung, Wirklichkeit oder unerwünschte Heimsuchung? Was bedeutet sie für die Menschen der ganzen Stadt? Um wortwörtlich Bewegung in die Diskussion zu bringen, hat die Akademie einer anderen Stadt, die Kunstplattform der IBA Hamburg, deshalb einen Kunst-Parcours quer durch die Stadt entlang der S-Bahn Linie 3 entworfen. Unter dem Motto Aussicht auf Veränderungen loten zeitgenössische Künstler/innen zusammen mit Stadtbewohner/innen Klischees und Vorurteile über beide Elbseiten aus, thematisieren anstehende Änderungen neben bestehenden Wünschen, Ängsten und Hoffnungen, um eingefahrene Horizonte zu verschieben und neue Blickwinkel auf die Stadt zu eröffnen.

Die S-Bahn Linie 3 wird zum Shuttle, mit dem Menschen von beiden Elbseiten zu den Kunstprojekten, Aktionen, Filmen und Performances rund um die S-Bahn-Stationen Harburg, Wilhelmsburg, Veddel, Landungsbrücken und Altona gelangen. Schon bei zufälliger Begegnung mit der Kunst an der Strecke kann die alltägliche Fahrt zur besonderen Erfahrung werden. Darüber hinaus ist jede/r eingeladen, den Kunst-Stadt-Parcours mit Hilfe eines Streckenplans ausgiebig zu erforschen. Angeboten werden außerdem Erkundungstouren, um die Kunstprojekte an der Strecke ebenso wie die Strecke selbst aus künstlerischer, historischer, stadtplanerischer oder migrantischer Perspektive zu betrachten.

Treff- und Informationspunkte zu “Aussicht auf Veränderungen” sind das Büro der Akademie einer anderen Stadt auf der Veddel und der Magazinraum im Kunstverein Harburger Bahnhof. Hier findet man Hintergrundwissen zu den Künstler/innen und Kooperationsprojekten, Informationen zu stadträumlichen Entwicklungen und die aktuellen Veranstaltungshinweise.

Die Akademie einer anderen Stadt steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Karin v. Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg

ERÖFFNUNG: 09.09.10
14 Uhr: Auftakt, Performance und Vorbesichtigung der Kunstprojekte
20 Uhr: Eröffnungsveranstaltung, 21 Uhr Parkdeckparty

LAUFZEIT
09.09. – 03.10.2010

ÖFFNUNGSZEITEN
Mi, Do 14 – 19 Uhr
Fr, Sa, So 11
19 Uhr

GEFÜHRTE RUNDGÄNGE
Sa, So 11 und 17 Uhr
S-Altona, S-Wilhelmsburg

Sa, So 13 und 15 Uhr
S-Landungsbrücken, S-Veddel

ERKUNDUNGSTOUREN
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Programm und Termine zum Download
Aussicht_auf_Veraenderungen_Info.pdf

ABSATZ

Team 2010
AUSSICHT AUF VERÄNDERUNGEN

Künstlerische Leitung: Ute Vorkoeper
Künstlerin / Kuratorin: Andrea Knobloch
Organisation: Anna Eisenberg
Produktion: Friederike Schulz
Assistenz der Projektleitung: Cynthia Dauterstedt
Koordination Schulprojekte: Sofie Olbers
Technik: Frank Nietmann
Administration: Eva Vorkoeper

Presse: Anika Stracke / quer-pr
Marketing: Sophia Booz
Grafik: Philipp von Essen, Jana Aylin Hochmann/ Grafische Anstalten Hamburg
Fotografie: Karin Gerdes, Oliver Görnandt / Tranquillium Photography
Internetredaktion: Andrea Otte
Internetseite: Reinhard Koch, Michael Thomas / BUREAU-K

Aufbau: Jan Drees, Michael Göster, Simon Hehemann, Katrin Heydekamp, Alexander Strehl, Stefan Vogel
Führungen: Annika-Mirja Goretzki, Marie Kaul, Anne Leutloff, Rolf Martin, Cecile Noldus, Franziska Mecklenburg, Merle Radtke, Anna Symanczyk u.a.
Aufsichten: Annegret Feldmann, Jenny Franke, Roswitha Haug, Ursula Heyen, Patrick Janssen, Helga Jass, Cornelia Knoll, Nina Piontek, John Rosenberger, Swantje Tiedemann, Konstantin Weiler u.a