Meine Erinnerungen an die große Sturmflut am 17. Februar 1962
Text und Dias, 1962
Ja, wie war das doch damals in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962? Ich war 23 Jahre alt, meine Schwester war 16, und wir wohnten seinerzeit am Schlöperstieg.
Tagelang hatte es schon aus Nordwest kräftig gestürmt, der Sturm tobte orkanartig. Aber starke Stürme waren wir ja gewohnt, deshalb machten wir uns auch keine weiteren Gedanken darüber, was passieren könnte. Was sollte auch passieren?
Am Freitagabend kam ich mit meinem Verlobten, meinem heutigen Mann, von unserem Freitagskreis in der Paul-Gerhardt-Gemeinde. Den Wind im Rücken wurden wir nach Hause getrieben. Zu Hause angekommen, erwarteten uns schon meine Eltern und waren froh, dass wir unbeschadet wieder zurück waren. Der Sturm hatte nicht nachgelassen, nein – war er nicht noch stärker geworden? Es tobte ein Orkan! Ich erinnere mich noch, dass meine kleine Schwester zu unserem Vater sagte: „Vati, wenn das unsere Deiche man halten.“ Und Vaters Antwort: „Kind – unsere Deiche sind sicher!! Da kannst du ganz beruhigt sein.“ So gingen wir zu Bett.
(Helga Scheffler, Text)
So beginnt Helga Schefflers Geschichte, in der sie ihre Erinnerungen an die Sturmflut von 1962 in Hamburg Wilhelmsburg verarbeitet. Die Geschichte wird begleitet von Dias, die den Rückgang der Flut dokumentieren.

